Warum Kastrationen wichtig sind?

Geschichte der Straßenhunde

Am Beispiel Rumänien, unser erstes Projekt, möchten wir Ihnen die heutige Situation darstellen. Wir werden dabei versuchen auf die schlimmsten Bilder zu verzichten, da diese wirklich auf der Seele brennen.

Am Anfang möchten wir Ihnen kurz erklären, wie es überhaupt zur Problematik der Straßenhunde kam.

Nicolae Ceausescu, ehemaliger Diktator, riss in den Achtzigerjahren einen Großteil der Bukarester Altstadt nieder. An die Stelle der Privathaushalte rückte Europas größtes Gebäude, der "Palast des Volkes". Anwohner ließ er in Plattenbauwohnungen umsiedeln, in denen sie gerade einmal genug Platz für sich selbst fanden. Die Konsequenz: Hunde, die zuvor in den Haushalten lebten, wurden auf die Straße gesetzt - und vermehrten sich unkontrolliert.

Als Folge daraus schlossen sich die Hunde zu Rudeln zusammen. Auf der Suche nach Fressbarem kamen sie immer mehr in die Innenstädte. Mehr Hunde bedeutet auch mehr Hunger und die Revierkämpfe beziehen dann auch die Menschen mit ein. Soviel zur Entstehung der Straßenhunde.

Nun versuchen die Bürgermeister die Straßenhund-Thematik in den Griff zu bekommen. Allerdings gibt es zwei verschiedene Herangehensweisen. Die eine, die wirklich sinnvolle, ist die Zusammenarbeit zwischen Stadt, den Einwohnern und den Tierschutzorganisationen um möglichst viele Tiere zu kastrieren und damit den Nachschub an Welpen zu begrenzen. Leider sind nur wenige Städte und Kommunen dazu bereit, denn dieser Weg kostet Geld, Geduld und Zeit.

Der zweite Weg ist viel lukrativer und sorgt für ein geregeltes Einkommen.
Tiere werden brutal eingefangen, in öffentliche Tierheime gesteckt, wo sie kaum versorgt werden und dann, wenn sich nach 14 Tagen niemand gefunden hat, der ein Tier adoptiert, erfogt die Tötung des Lebewesens. Allerdings ist es nicht das sanfte Einschläfern, wie es viele vielleicht schon beim eigenen Haustier erleben mussten, sondern um grausame Methoden. Sie werden erschlagen, verbrannt oder verhungern von selber.

Warum kastrieren?

In den südlichen Ländern gehören Straßenhunde und -katzen eigentlich zum normalen Straßenbild. Wer saß nicht schon mal in einem Cafe und hat diese Tiere beobachtet, vielleicht sogar gefüttert.

Wie Sie der Grafik entnehmen können, bleibt die Population bei Straßenhunden ohne

Eingriff durch den Menschen immer bei 0%. Warum das so ist? Eine Stadt verkraftet immer eine bestimmte Anzahl von freilebenden Hunden. Die Anzahl ist abhängig von den lokalen Begebenheiten wie zum Beispiel die Verfügbarkeit von Nahrung (Abfall, Fütterung durch Tierfreunde, Mäuse, Kadaver), Wasser (Flüsse, Seen, Bäche, Brunnen) und Unterschlupf-Möglichkeiten (leere Häuser, Höhlen, Büsche). Bei gleichbleibender Verfügbarkeit dieser Ressourcen regelt sich die Population selbst bei 100% ein.

Die aktuelle Herangehensweise durch Tötungen verringert zwar kurzfristig die Anzahl der Hunde, die aber automatisch durch Nachrücker aus den umliegenden Gebieten wieder ansteigt. Das nennt sich Platzhalter-Prinzip. Für jeden getöteten Hund warten zwei andere Hunde im Umland um diesen "freigewordenen" Platz einzunehmen. Das bedeutet automatisch, dass ohne Kastrationsprojekte keine langfristige Lösung geschaffen werden kann.

Auswirkungen von Kastrationen

TIERSCHUTZÄRZTE kann das Rad nicht neu erfinden. Denn eigentlich ist das Wissen um den Erfolg von Kastrationsprogrammen jedem bekannt. Mit den Kastrationsprojekten möchten wir einfach viele Menschen zusammenbringen, die gemeinsam ein großes Projekt angehen und damit einen weiteren Schritt im Tierschutz

machen. Denn richtiger Tierschutz besteht nicht darin, massenweise die Hunden in andere Länder zu transportieren und im schlimmsten Fall die Problematik einfach nur zu verlagern, sondern vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. In jedem Land, auch in Deutschland, leben Hunde in Tierheimen, die ein Recht auf ein liebevolles Zuhause haben und es auch verdienen. Also ist es wichtig, das Problem an der Wurzel anzugehen.
Anhand der Grafik zeigen wir Ihnen, was es bewirkt, wenn ein Rüde und eine Hündin kastriert werden. Bei der Berechnung gehen wir pro Hundepärchen von 2 Würfen aus, bei denen jeweils drei Welpen überleben.

Von dem ersten Pärchen entsteht in den ersten 5 Jahren bereits eine hochgerechnete Population von über 2.000 Hunden. Mit einer Spende von 2 Kastrationen verhindern Sie somit das Leid von 2.000 Hunden. Ist das nicht mal eine sinnvolle Investition, die nachhaltig hilft?

Kastrationen sparen Kosten

Investition? Ja, wir sprechen hier tatsächlich von Investitionen. Denn Tierschutz kostet eine Unmenge Geld. Jedes Tier, welches versorgt werden muss, kostet Unterbringung (Miete für Tierheim), Gehälter (Mitarbeiter für die Betreuung), medizinische Versorgung (Impfungen, Wurmkuren, Staupe...) und nicht zuletzt auch Futter.

Für den Bereich Futter haben wir das Thema auch mal grafisch aufbereitet. Ein Hund frißt ja nur 300 Gramm pro Tag. Aber wie entwickeln sich die Kosten, wenn eben nicht kastriert wird? Auch hier ist eine Kostenexplosion normaler Bestandteil. Denn wie vorher schon erwähnt, wird aus einem Hundepärchen innerhalb von 5 Jahren eine Population von über 2.000 Hunden. Dann sind wir nicht mehr bei 300 Gramm pro Tag, sondern dann werden pro Tag schon 600 Kilo verschlungen. Im Monat liegt der Bedarf dann bei 18.000 Kilo. Rechnet man nur 0,60 € pro Kilo sind für diese 2.000 Hunde dann schon jeden Monat 11.000 € aufzubringen.

Nehmen Sie jetzt noch die anderen erwähnten Kosten dazu, spart der Tierschutz mit jeder Kastration bares Geld, welches für die vorhandenen Tiere sinnvoll eingesetzt werden kann.

TIERSCHUTZÄRZTE

TIERSCHUTZÄRZTE ist ein spendenfinanziertes Projekt der Timmy Tierschutz-Stiftung gGmbH. Wir kümmern uns um flächendeckende Kastrationsprogramme um das Leid da zu stoppen, wo es beginnt, bei der unkontrollierten Vermehrung. Bitte helfen Sie mit!

Stiftung

Timmy Tierschutz-Stiftung gGmbH
Kurgartenstr. 37

90762 Fürth

Tel.: 0172 /18 48 145
Mail: kontakt@timmy-stiftung.de
Geschäftsführerin: Bettina Loos
HRB Fürth: 15758

Kontakt

TiERSCHUTZÄRZTE.de
Michael Klingsöhr
Am Haderner Winkel 7

82061 Neuried

Tel: 0151 - 22 38 26 43
Mal: info@tierschutzaerzte.de
Web: https://tierschutzaerzte.de

Newsletter

© 2017 TIERSCHUTZÄRZTE